Waldbegegnung

Zerbrechlich majestätisch steht es vor mir
Blickt an mich erst mit Angst dann mit Neugier
Ich fühle es mein Herz es spricht
Sehnt sich noch so sehr nach Licht
Sehnen? Vielleicht trachtet es auch
Will von dem Licht einen kleinen Hauch

Unruhig die Hufe geben doch keinen laut
Allwissend der Blick es zu mir schaut
Im Mondlicht da glänzt es das leuchtende Horn
Als Kind des guten scheint es geboren
Schlank und grazil stolz die Gestallt
So steht es vor mir mitten im Wald

Es soll gehen soll verschwinden!
Niemals mehr will ich es finden…
Will tot es sehn ohne Licht
Das allein mein Herze spricht
Bin traurig als es dann nun geht
Als sein letztes Licht verweht

Dies Einhorn voller Unschuld rein
Auch ich will diese Unschuld sein
Will sein wie dieses weiße Herz
Voller Unschuld ohne Schmerz
Voller Güte voller Licht
Voller Schönheit doch so schlicht

Sehe das Einhorn und sehe dann mich
Das Gute das Einhorn, das Böse hier ich
Bin sonst ich fröhlich, gut und rein
Doch reiner als Einhörner kann man nie sein
Ihrer würdig ist allein ein Kind
Denn Kinder noch nicht voller Schmerzen sind

Die Welt sie zeigte mir Trauer und Schmerz
Liebe und hass zogen ein in mein Herz
Ein Kind jedoch die Härte nicht kennt
Alles beim gleichen Namen nennt
Und so lasse ich ziehen dies schöne Tier
Denn bringt sein Anblick nur Trauer mir

von Lichterhexe

Rätsel

Kennst du dieses Wesen,
dass keine Grenzen kennt?
Einst ist es klein gewesen,
doch heute riesig, stark und stolz,
schleicht es durch nächtlich Unterholz,
weißt du wie man es nennt?

Manchmal ist es geflügelt,
manchmal rau und wild,
manchmal auch gezügelt,
doch meistens ungebändigt, schnell,
kämpft wie ein Drachen, leuchtet hell,
ich male dir ein Bild:

Des Löwen Herz, des Wolfes Mut,
verteidigt stets mein Hab und Gut,
Des Drachen Grösse, Kriegers Ehre,
erteilt es so manche Lehre,
bewegt sich wie der Tiger leise,
kämpft auf seine eigne weise…

So schlägt es manchmal zu,
aus des Todes stille…

Kennst du dieses Wesen?!?
Sein Name ist:

MEIN WILLE!!!

Von Sinja

Das Zwergenvolk

Zwerge leben tief im Berg,
das Hauen ist ihr großes Werk,
sie hacken, klopfen und sie hauen,
ficken nur die eignen Frauen.

Lange Haare, dicke Backen,
das können doch nur die Zwerge packen!
So sagt man je in jeder Rasse,
die Zwerge haben ein an der Tasse!

Schwimmen nicht oder Reiten,
diese Hürden werden sie nie bestreiten.
Gehen unter wie ein Stein,
fallen vom Pferd und brechen sich das Bein.

Leuchten ihre Augen, sehen sie Gold,
selbst die Frau die erst hold,
bleibt jetzt liegen auf dem Stroh.
Ja ja, das machen Zwerge eben so!

Drum sag ich’s frei heraus,
Zwerge geht nach Haus!
Nehmt eure Frauen weiter brav von hinten,
Zwerge, ihr werdet ewig stinken!

Die Prophezeiung

Es ward Nacht als es geschah,
eine Frau des Guten das Böse gebar.
Voll Schmerz und Leid,
hat sich der Teufel befreit.

Vorhergesagt durch des Hexenkessel,
das es sprengt die zähmenden Fessel.
Im achten Mond der ewigen Zeit,
beginnt alles unvorstellbar Leid.

Die Wesen des Gottes Woht,
bringen dem Leben den Tod.

In ferner Zeit – so wird es sein,
kommt eine Frau – ihre Seele ist rein.
Mit einem Kind unterm Herzen, und unsagbaren Schmerzen.

Mit sechs weiteren Recken, wird sie das Böse niederstrecken.

Ein Mann der im verborgenem lebt,
und nach wahrhaft Gutem strebt.
Ein wahrer König der Schatten,
so listig und schlau wie die Ratten.

An seiner Seite ein guter Freund mit wirklichem Mut,
viele die ihn kennen sind vor ihm auf der Hut.
Denn sein Wesen ist es zu helfen in Not,
für ihn ist es ehrenhaft zu gehen in den Tod.
Er ist vom ersten Volk mit viel Verstand,
reicht Dir im Kampf oft seine Hand.

Ein weiterer erfüllt von Liebe,
nur am Leben um zu stillen seine Triebe.
Der Tod sein ständiger Begleit,
bis er das Land vom Mantel befreit.

Auch eine Frau wird erscheinen,
weder Licht noch Dunkelheit entspricht ihrer Macht.
Doch wird sie es sein,
die die Riten zu Ende gebracht.

Ein Wesen der Natürlichkeit,
bringt Einklang und Gelassenheit.
Er kennt die Tiere und Pflanzen,
wird mit den Geistern des Waldes tanzen.

Und zu Letzt sei noch gesagt,
kommt ein Mann mit gutem Rat.
Sein Leben der heiligen Gemeinschaft verschrieben,
wird er das Böse besiegen.

So meine Freunde – mir ist kalt,
der Brief erreicht Euch in ferner Zeit.
Ich glaube fest daran, was mir der Kessel gesagt,
und weiß, dass Ihr dies Abenteuer wagt.

Feenbegegnung

Ein kleines Wesen sitz vor mir…
Ich kann es sehen, dies Flatterding!
Sieht mich an mit großen Augen,
so merkt ich nicht wie Zeit verging.

Hat schon mich gefangen und hält mich fest.
Nicht mit Stricken, nicht mit Seilen!
Nur mit Fäden voller Zauber,
so will noch länger ich verweilen…

Ein Schmetterling, so mögt ihr glauben.
Doch nein! Der Schein trügt gar zu oft!
Es ist ein weiblich Feending,
so lächelt sie nun ganz unverhofft.

Anfangs schien es wie ein Lächeln,
Doch seh nun ich, was es wirklich ist!
Ein sachtes Schmunzeln schenkt sie mir!
Doch ist es Freude? Oder List?

Was bist du nur für schönes Wesen?
Sag mir auch wie du genannt!?
Die Antwort schenkt sie mir nicht gleich,
doch schallendes Lachen ich erkannt!

Nun, ich bin ein Wesen wie auch du.
Lebendig, doch nicht gar so groß.
Fliege gern durch diese Welt,
aber wie nennt man mich denn bloss??

Schelmisch lacht sie mich nun an.
Sag mir, was du gibst dafür!?
Fragend, grinsend nun ihr Blick.
Bleibst du für immer hier bei mir??

Und mit einem mal wird´s still um mich…
Kein Lächeln, Lachen, Schmunzeln mehr!
Traurig wird nur gleich ihr Blick…
Und ihre Augen langsam leer…

Weißt du? Jeder spielt mit mir
und danach verschwinden alle…
Und dann bleib immer ich zurück
Bis das der nächste kurz mir verfalle!?

Sie hängen zu sehr an dieser Welt,
obwohl sie mich so oft beneiden!
Und doch gibt keiner auf dies Leben…
Und so muss ich darunter leiden!?

Sie scheint verbittert, voller Trauer…
Und sehnt sich doch nur nach Zärtlichkeit!
Und doch ist keiner der dies ihr gibt…
Und so erfährt sie stetig Leid…

Kann dich denn wirklich jeder sehen?
Oder sehe ich nur dich??
Ich entscheide wer mich sieht!
Und stimmst du nicht ein verschwinde ich!?

Nein! Bleib hier! So geh nicht fort!
Bist Traum und Wirklichkeit zugleich.
Du darfst nicht mehr so traurig sein
Denn keiner so schnell mein Herz erweich!?

Heißt das, du bleibst hier bei mir?
Gehst du wirklich nie mehr weg??
So lächelt sie mich nun fröhlich an.
Du bist der erste der ist so nett!?

Sie hält mich fest, lässt mich nicht los
Doch will von selbst ich auch nicht gehen!
War ich soeben doch noch groß,
kann mich doch jetzt kein Mensch mehr sehen…

von Lichterhexe

das ungleiche Paar

Hat man sowas schon gesehen?
Ein Elf und eine Zwergin, die sich verstehen!

Sie gehen selten getrennte Wege,
doch auch alleine sind sie nicht träge.

Sie gehen zusammen ins Freudenhaus
und kommen gemeinsam wieder raus.

Wenn sie zusammen einen trinken gehen,
können sie nur gemeinsam noch stehen.

Sie betreiben in Tidford eine Schmiede,
in der herrscht Fröhlichkeit und Friede.
So geht hin und seht sie euch an,
die Zwergin und den Elfenmann.

von Erydea Meßgan geb. Deran (Bardin aus Chryseia)
gewidmet dem ungleichen Paar

Der Minotauer und die Fee

Diess Gedicht stammt aus meiner alten Rollenspielgruppe….der Master war zum einschlafen an diesem Abend und jeder der Spieler schrieb zwei Zeilen abwechselnd dazu.

Ein Minotauer geht des Weges,
Laut ertönt des Kriegers Horn.
Und es torkelt etwas schr?ges,
Es ist ein Schein in Dreiecksform.

Es erschreckt die Fee im Baume,
Doch das Schwein es läuft hinfort,
Die Fee reibt sich oft die Pflaume,
Und stöhnt und schreit im Dur – Akkord.

Das hört der Stier im Manne,
Rennt schnell hin zum geilen Schrei.
Ihm wächst in der Hose schon ne Tanne,
Und ist gleich hemmungslos dabei.

Er nimmt die Fee von vorn,
Er nimmt die Fee von hinten.
Da stöhnt das Schwein durchs Horn,
Du bist ja besser als Bill Clinton.

Und die Moral von der Geschicht?,
Kleine Feen fickt man nicht!
Denn das platzen macht laut bumm,
Und der Minotauer fällt dann um!