Über den Horizont
schiebt langsam sich der Morgen,
nur einer, der dort wacht,
an des Krieges Front,
wo Tod und Schmerz den Tag bestimmt,
man gegenseitig Hoffnung nimmt…

Mond im Silberlicht,
ein funkeln wird geschaffen,
die Sterne und die Waffen
glitzern dicht an dicht,
wo Tod und Schmerz den Tag bestimmt,
man gegenseitig Hoffnung nimmt…

Doch plötzlich zuckt durch dunkle Nacht
ein leuchtend heller Pfeil,
saust wie des Henkers Beil
hernieder, kalt, mit voller Macht…
und Arme, Reiche, Pfaffen,
greifen zu den Waffen…

Über den Horizont
schiebt langsam sich der Morgen,
erhellt, was grad verborgen,
an des Krieges Front,
wo Tod und Schmerz den Tag bestimmt,
man gegenseitig Hoffnung nimmt…

Hunderte gestorben,
liegen Feinde dicht zusammen,
durch Tod vereint im Gras, im klammen,
zum Siegen einst geworben…

Wer hat den Krieg begonnen?
der Frau und Kinder trug ins Grab,
in dem es nur Verlierer gab…

Und wer hat ihn gewonnen…???

von Sinja