Die Umarmung

wenn grau in grau die Blätter fallen,
dunkle, schwarze Wolken wallen,
Menschen aufhören zu scherzen,
wird es kalt in unseren Herzen…

Wo kein freundlich Wort erklingt,
kein Licht durch dunkle Schatten dringt,
wo anonym wird regiert,
sich Mut und Hoffnung schnell verliert…

Und unvermittelt hinterm Eck,
aus dem Versteck,
tritt strahlend hell ein leuchtend Kind,
bringt warmen wind…

Sieht mich an,
und dann,
selbstverständlich, ohne Scham,
nimmt es mich einfach in den Arm…

Meine Arme schließen sich,
das Kind spricht: bitte liebe mich,
schenk mir Hoffnung, Wärme, Licht,
und verlass mich bitte nicht!

Ich habe mich gesehnt nach dir,
seit vielen Monden wart ich hier,
bist oft an mir vorbei gegangen,
heut hab ich dich abgefangen…!

Ich traue meinen Augen nicht,
das Gesicht,
dieses Kindes ist nicht seines,
ist meines!!!

Lange ungeachtet,
betrachtet
mich mein inneres Kind, schenkt Licht,
mir huscht ein Lächeln durch‘ s Gesicht…

Hand in Hand nehm ich es mit heim…
mein inneres Kind ist nicht mehr allein…

von Sinja